Fleißige Baumeisterinnen im Weinberg

Lange hat es gedauert, aber hier kommt jetzt endlich die Auflösung der letzten Rätselnuss. Ein Ameisenlöwe war es nicht, soviel verrate schon mal, auch wenn ich den wirklich liebend gerne mal sehen würde. Schaut euch doch einfach den (ganz kurzen) Film an. Da erfahrt ihr, wer im Weinberg seine Burgen baut.



Die fleißige Baumeisterin war also eine Biene, eine kleine Sandbiene nämlich. Anders als unsere „Hausbienen“ bilden sie keine Staaten, sondern leben alleine (Solitärbienen), zumindest mehr oder weniger. Denn an der Stelle im Weinberg hatten sie Sandburg neben Sandburg gebaut. An günstigen Niststellen findet man häufig solche Kolonien mit bisweilen sehr großer Anzahl an Nisthöhlen und einem dementsprechend regen Flugbetrieb. Übrigens nimmt man an, dass die die Staatenbildung so ähnlich begonnen hat. Zuerst wurden die Einzelnester nebeneinander gebaut wie bei den Sandbienen, bis sich daraus irgendwann Brutgemeinschaften entwickelten. Versorgt werden die Larven in den Höhlengängen wie bei den anderen Bienen mit Nektar und Pollen. Das lockt aber auch Schmarotzer an. So haben sich bestimmte Arten der Kuckucksbienen darauf spezialisiert, ihre Eier wie der Kuckuck in fremde Nester zu legen. So sparen sie sich das Nektarsammeln für die eigene Brut. Dieses Phänomen gibt es also auch im Großen wie im Kleinen 😉

Linktipp:
Wer mehr über die große Zahl der verschiedenen Sandbienen erfahren will, kann auf dieser wunderschönen Wildbienenseite schauen. Biene ist eben auch nicht gleich Biene.

2 Kommentare zu “Fleißige Baumeisterinnen im Weinberg

  1. 23. August 2016 um 20:17

    Oh das ist ja toll. Noch nie von Sandbienen oder Kuckucksbienen gehört. Danke für den tollen Artikel und den Link.

    LG Claudia

    • mirjam
      24. August 2016 um 19:47

      Gesehen hast du aber bestimmt schon welche. Für mich wären sie vor der Entdeckung auch nur etwas klein ausgefalle Honigbienen gewesen 😉

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