Fragen?

Warum färben sich die Blätter im Hebst bunt? Warum ist Schnee weiß? Wieso geht der Mond jeden Tag an einer anderen Stelle auf? Was ist das für eine Blume in meinem Balkonkasten und wie kommt sie dahin? Wie finden die Ameisen immer so zielstrebig in die Speisekammer? Warum sind die meisten Beeren so schön rot?

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, dem stellen sich so viele Fragen. Wenn ihr mögt, dann stellt sie doch einfach hier. Ich würde mich freuen, wenn ich euch vielleicht die ein oder andere beantworten kann.

13 Kommentare zu “Fragen?

  1. Iris
    29. Juni 2015 um 22:39

    Junikäfer-Attacke! Aber warum?

    Im Mai hattest Du die ersten Junikäfer so schön beschrieben, liebe Mirjam.
    Nun sind sie bei uns in den Abendstunden in Scharen unterwegs und fliegen uns wie Dir an die Stirn oder sie landen fast im Nacken oder rutschen sogar um ein Haar unter die Brille (!).
    Dabei sitzen wir ganz friedlich auf dem Gartenstuhl, während die Käfer blitzschnell angegaukelt kommen und, wenn man sie dann abgewehrt hat, umgehend schleunigst weitertorkeln.
    Man hat fast das Gefühl von magnetischer Anziehung, so entschlossen segeln sie auf einen zu.
    Keine Speisung in Sicht, kein anziehendes Licht.
    Warum also diese, na, nennen wir es: energische Kontaktaufnahme?

    Hilfe, liebe Haselmaus 😀 !

    • mirjam
      3. Juli 2015 um 22:51

      Oh ja, die Junikäfer sind jetzt auch bei uns in richtig großen Scharen unterwegs. Gestern Abend hatten ich auf Lichterfest am Campus die Chance, das Aufeinandertreffen zwischen Menschen- und Junikäfermassen zu studieren. Dabei habe ich zumindest einen Erklärungsansatz für die energische Konataktaufnahme (was für eine schöne Beschreibung 😉 ) entwickelt. Normalerweise haben die Käfer das Unigelände ja abends für sich und können ungestört von Baum zu Baum fliegen. Wenn man sie dabei beobachtet, liegt der Schluss nahe, dass sie erstens nicht die wendigsten und ausdauerndsten Flieger sind, und zweitens nicht besonders gut sehen. Denn auch ohne Menschen in der Flugbahn, kollidieren sie mit allem Möglichen, was so in der Gegend rumsteht. Meistens starten sie aus einem Baum und verlieren auf größere Distanz erst mal an Höhe und landen dann irgendwo zwischen, wenn es sein muss auch auf dem Boden. Allerdings sind ihnen etwas höher aufragende Hindernisse wohl ganz lieb. An denen kann man ja zur Not etwas emporklettern und weiterfliegen. Ob Menschen, Laternenpfähle oder Bäume scheint ihnen egal zu sein. Wenn man ihrem Flugziel mal folgt, kann man leicht entdecken, was sie wirklich magnetische anzieht: Das sind ihre Artgenossen. In bestimmten Bäumen, die man leicht daran erkennt, dass sie von einer Aura summender Käfer umgeben sind, findet nämlich die Junikäfer-Massenhochzeit statt oder wie auch immer man dieses Spektakel nennen mag. Also, ich fürchte, da hilft nichts, außer den Gartenstuhl aus der Käferflugbahn zu stellen und es mit Humor zu nehmen. Wenn die große Hochzeit vorbei ist, dann wird schon wieder Ruhe einkehren.

  2. Iris
    6. Juli 2015 um 9:58

    …na, da rücken wir doch verständnisvoll ein wenig aus der verlockenden Flugbahn 😀 .
    Danke, liebe Haselmaus 🙂 !

  3. Iris
    31. Juli 2015 um 12:15

    geheimnisvolle nächtliche Rufer- wer mag es sein?

    Liebe Mirjam, heute wenden wir uns wieder mit einer Frage an die Haselmaus:
    Gestern Nacht wurden wir von einem eindringlichen Geräusch geweckt, das an ein sich wiederholendes elektronisches Warnsignal erinnerte, etwa wie ein helles, scharfes „fiiiiiiii“.
    Uns wurde schnell klar, daß es sich aber um Vogelstimmen handeln mußte, denn wir konnten die Töne in einem hohen, recht alten Baum lokalisieren und auch zwei Rufer unterscheiden. Dann konnte ich auch kurz einen Vogel (von der Größe her so zwischen Taube und Krähe) fliegen sehen, doch trotz beinahe rundem Vollmond waren keine Einzelheiten zu erkennen.
    Wer mögen die nächtlichen Rufer sein?

    • mirjam
      1. August 2015 um 12:02

      Vielleicht hat es sich in dem alten Baum neben eurem Schlafzimmerfenster eine Waldohreulenfamilie gemütlich gemacht. So ein helles, lautes Fiepen ist nämlich typisch für die Ästlinge der Waldohreulen (Hörbeispiel gibt es hier). Passt das auf eure nächtlichen Rufer? Wenn die Kleinen das Nest schon verlassen haben, aber noch nicht flügge sind, machen sie die Eltern mit diesen Rufen auf ihren Standort aufmerksam, damit diese wissen, wo sie das Futter abgeben dürfen. Ihr könnt ja mal am Tag versuchen, ob ihr eine flauschige Federkugel in dem Baum entdecken könnt. Tagsüber sitzen sie normalerweise bewegungslos irgendwo in den Ästen versteckt.

  4. Iris
    1. August 2015 um 22:01

    Ja, genau so haben die Rufe geklungen!
    Wir haben sie hier noch nie gehört- neue Eulen-Nachbarn womöglich?! Was Sinn macht, denn trotz Großstadtlage sind hier im Umkreis recht viele weite Grünflächen mit teils altem Baumbestand zu finden, dazu Wasserläufe und kleine Teiche und auch der Eulen-Tisch wäre reich gedeckt…
    Ein herzlicher Dank an Dich, liebe Mirjam!

    • Iris
      3. August 2015 um 21:02

      … und gestern abend haben wir Mutter oder Vater Eule ganz deutlich in der Dämmerung über uns fliegen sehen-
      ganz klar eine Eule! Und das hier!
      Dazu machte eine kleine Fledermaus wilde Flugkapriolen und schwirrte ebenfalls über uns hinweg.
      Was für ein schöner Sommerabend 🙂 .

  5. Iris
    26. Juni 2017 um 11:57

    Liebe Mirjam, heute haben wir wieder einmal eine Frage an die Haselmaus 🙂 .

    Es geht um Folgendes: im Frühling und im frühen Sommer, wenn unser Apfelbaum noch keine reifen Früchte trägt, spendieren wir den Amseln in unserem Garten öfter einmal einen Apfel aus unserem Obstkorb. Bisher hatten wir die Apfelschnitze kaum auf den Rasen gelegt, da kamen „unsere“ Amseln sofort und blitzschnell angehüpft und taten sich gütlich. Sie zerrten die Apfelstücke in eine stille Ecke und verschlangen die doch recht großen Portionen im „Null-Komma-Nichts“.

    Seit einigen Tagen allerdings verschmähen sie die Äpfel (abgesehen von einer Jungamsel, die ein Apfelstück anpickte) und wir fragen uns, warum.
    Haben wir eine zu saure Apfelsorte erwischt 😉 ?
    Oder ist der Bedarf an Apfel-Vitaminen gerade einfach ausreichend gedeckt?
    Was mag der Grund sein, daß die Apfelschnitze zur Zeit auf dem Rasen vor sich hin trocknen?

    • mirjam
      3. Juli 2017 um 19:21

      Liebe Iris,
      einen Grund für das Verhalten eurer Amsel hast du wohl selbst am Apfel entdeckt: die Jungen sind ausgeflogen 😉 Ich denke, die Apfelunlust hat wahrscheinlich zwei Ursachen. Zum einen kann es gut sein, dass eure Amseln im Moment keine hungrigen Schnäbel zu stopfen haben und daher einfach nicht mehr so erpicht auf alles sind, was sie schnabelgerecht dargeboten kriegen. Zum anderen ist der Tisch an vitaminreichen Früchten für die Amseln im Moment sehr reich gedeckt. Ich gehe zur Zeit auch lieber auf’s Feld zu den Kirschbäumen als ans Obstregal im Supermarkt und die Bäume dort haben immer regen Besuch von Amsel & Co. Im Frühjahr hat das natürlich noch ganz anders ausgesehen. Da gab es in der Natur wenig Alternativen. Mit anderen Worten, die Amseln können es sich gerade wohl einfach leisten wählerisch zu sein. Aber keine Sorge, das ändert sich spätestens im Winter wieder.

      • Iris
        19. Juli 2017 um 10:52

        Dann ist jetzt erst einmal Schluß mit gekauften Äpfeln 🙂 – zumal auch die Äpfel am eigenen Baum nun so langsam Farbe bekommen und bald wieder der Tisch auf dem Rasen üppig gedeckt sein wird.
        Gerade herrscht auch wieder die jährliche große Sommerruhe im Garten- kaum ein Vogel ist zu sehen. In diesem Jahr lagen bei den Amseln und den Rotkehlchen wohl auch große familiäre Änderungen an: es scheint ein neues, sehr junges Rotkehlchen zu sein, das nun hier sein Revier hat und auch bei den Amseln hat sich die Revierverteilung etwas verändert.
        Was allen Beteiligten wohl auch auf den Appetit geschlagen hat 😉 – wir konnten für uns so viele Johannisbeeren ernten wie noch nie. Sonst kamen uns die Vögel immer zuvor und uns blieb nur eine kleine Nasch-Portion. Diesmal hat es sogar für Marmelade gelangt 😀 .
        Nun, die Holunderbeeren färben sich schon so langsam- mal sehen, wer hier schneller ist, wenn sie reif sind 😉 .

        • mirjam
          30. Juli 2017 um 11:09

          Da drücke ich euch die Daumen für die Holunderbeeren! Es ist so schön zu sehen, dass die Natur selbst in einem Hausgarten ihren ganz eigenen Zyklen folgt. Und immer wieder gibt es etwas neues zu entdecken 🙂

  6. Iris
    13. November 2017 um 10:37

    Netz-Frage 😉

    Liebe Mirjam, heute habe ich wieder einmal eine Frage an die Haselmaus 🙂 .

    Und zwar in Bezug auf den Aufbau von Spinnennetzen.
    Wie sind die klebrigen Fangfäden zwischen den Speichenfäden gespannt, in einer einzigen großen Spirale oder in einzelnen, abgeschlossenen und immer größeren Kreisen?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Mit einem lieben Gruß,

    Iris

    • mirjam
      19. November 2017 um 19:05

      Gute Frage 🙂 Es sind Spiralen und die ausführliche Antwort gibt es hier.

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