Verlosung und des Rätsels Lösung

Zwei Sachen möchte die Haselmaus noch im alten Jahr machen: die Gewinnerin des Haselmauskalenders verkünden und die letzte Rätselnuss auflösen. Daher hat sie gerade der Glücksfee einen Besuch abgestattet und über dein kleinen Kalender darf sich Steffi freuen 😀

Ja, und mit Rätselnuss hattet ihr euch keine so großen Knackprobleme. Es war wirklich Kanada. Die frechen Hörnchen haben es verraten. Beim Wandern im Nationalpark ist uns tatsächlich auch ein Elch begegnet, der friedlich sein Gebüsch verspeist hat (aber das ist eine Geschichte für sich, die ich gerne ein anderes mal erzähle), auch der imposante Weißkopfseeadler ist dort an der Ostküste keine Seltenheit und Bären, Wölfe und Koyoten soll es auch geben. Allerdings gibt es auch jede Menge kleiner liebenswerter Kanadier. Die diebischen, wenig scheuen Hörnchen bevölkern den Stadtpark von Halifax.

Sich beobachtet zu fühlen, muss keine Einbildung sein 😉

Die Grauhörnchen (Sciurus carolinensis), die in Großbritannien als invasive Art den heimischen Eichhörnchen zu schaffen machen, sind hier heimisch. Dass die Menschen auf die Idee kamen, hier Städte zu bauen und auf Grauchhörnchenland schöne Landschaftsparks zu gestalten, nehmen sie gelassen. Schließlich bekommen sie von nicht wenigen Zweibeinern leckere Nüsse frei Haus geliefert und von den arglosen Exemplaren dieser Spezies lässt sich auch die ein oder andere spannende Mahlzeit von der Picknickdecke holen. Scheu sind sie wirklich nicht und die Kanadier diskutieren sogar über die „Hörnchenplage“ in ihren Parks. Wo die Hörnchen gefüttert werden, da sind auch die Chikadees, die quirligen Schwarzkopfmeisen (Poecile atricapillus) nicht weit und schauen, ob etwas für sie abfällt.

Ob bei der Hörnchenmahlzeit etwas für sie abfällt?

Der Ruf ist etwas anders, die Farbgebung auch, aber ansonsten könnten es fast Kohlmeisen sein. Fast, denn auch sie sind deutlich weniger scheu als die durchschnittlichen europäischen Verwandten. Überhaupt fand ich es in Kanada sehr amüsant, dass sowohl Fauna als auch Flora mir oft so halb-bekannt vorkamen, fast vertraut, aber eben doch ein bisschen anders. Wie auch die Kröten, die abends auf dem Campingplatz vorbeischauten.

Wenn es nachts vor der Ferienwohnung raschelt, ist es manchmal auch nur die nette Kröte von nebenan.

Große Exemplare waren es zwar, aber keine Riesenkröten, sondern einfach die amerikanische Kröte (Bufo americanus) in ihrer östlichen Unterart. Was man dem Bild nicht ansieht: Gefühlt habe ich meine Gesundheit dafür auf’s Spiel gesetzt. Nicht wegen der Kröten, die sind so harmlos wie unsere, sondern wegen der abertausenden von Moskitos die abends aus allen Ecken geflogen kommen und sich auf jedes Opfer stürzen, das sie nur finden können. Anti-Mückenspray aus der deutschen Drogerie und lange Hosen/Ärmel helfen übrigens nicht. Zum Glück gibt es dort auch nettere Insekten, allen voran eine Vielfalt an netten, bunten Hummeln und viele lustige Räupchen. Die lustiges Bürstenspinner-Raupen mit dem Irokesenschnitt hatte ich ja schon gezeigt.

Irokesenschnitt und großen Appetit auf Birken – das sind die Bürstenspinner-Raupen

Knallgelb und lustige Antennen – was für ein Falter das wohl mal wird?

Sehr überrascht hat mich im Park allerdings eine andere Begegnung. Mit der mitgebrachten Kleidung war ich ja etwas daneben gelegen, ich hatte mich eigentlich auf etwas weniger tropische Temperaturen eingestellt. Deswegen war ich auch erst etwas verdutzt, wie viele Reptilien es dort in der Gegend gibt. Das erste Reptil, das mir über den Weg kroch, war eine Strumpfbandnatter. Die hätte ich dort wirklich nicht erwartet, aber tatsächlich leben auf Nova Scotia sogar fünf verschiedene Schlangenarten und auch Land- und Meeresschildkröten.

Nicht giftig und auch eine Bewohnerin des Stadtparks in Halifax – die Strumpfbandnatter

Neben all den netten Begegnungen mit der Tierwelt dort ist mir ein Eindruck besonders im Gedächtnis geblieben: der Duft der Ahornbäume. Der Zucker-Ahorn (Acer saccharum), der sich auch auf der kanadischen Flagge wiederfindet, gehört auf den ersten Blick auch in die Kategorie „irgendwie vertraut, aber doch etwas anders“. Für seine spektakuläre Herbstfärbung war ich zu früh und zuerst dachte ich, ich bilde es mir nur ein, aber die Zucker-Ahornbäume duften wirklich leicht süßlich, selbst wenn sie nicht angezapft werden. In den weiten Wäldern des Cape Breton National Park war es dann ganz deutlich, die Ahornwälder haben ihren ganz eigenen süßen Duft. Das stand in keinem Reiseführer 😉

Wie farbintensiv das erst im Herbst sein muss?

2 Kommentare zu “Verlosung und des Rätsels Lösung

  1. 28. Dezember 2017 um 13:55

    Da war ich ganz falsch unterwegs. Super Fotos und Gratulation an die Gewinnerin.
    Guten Rutsch ins neue Jahr
    Claudia

    • mirjam
      1. Januar 2018 um 20:36

      Sollte ja auch eine harte Nuss sein 😉

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